Insights / Essay

Headless, WordPress oder TYPO3? Wie wir den Stack wählen

18.02.20266 MinSebastian Danksin

„Welches CMS ist das beste?“ ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wer pflegt die Inhalte, wie oft, wie individuell muss das Frontend sein — und wie weit soll es skalieren? Erst danach fällt eine Tech-Entscheidung, die in zwei Jahren nicht weh tut.

Wann WordPress oder TYPO3 reicht

Für content-getriebene Sites mit Redaktionsteam ist ein klassisches CMS oft die ehrlichste Antwort. WordPress, wenn es schnell und pragmatisch sein soll, TYPO3, wenn Rechte, Mehrsprachigkeit und Struktur im Vordergrund stehen. Beide haben den Vorteil, dass eure Redaktion sie kennt und ohne uns weiterarbeiten kann.

Webflow schiebt sich in die Mitte: visuell pflegbar, sauberer Output, gut für Marketing-Sites, die oft umgebaut werden. Wir setzen es ein, wo Design-Kontrolle und Selbstständigkeit der Kunden wichtiger sind als tiefe Custom-Logik.

Wann Headless / Custom sich lohnt

Sobald das Frontend ein Produkt ist — eine Web-App, ein Konfigurator, ein Portal mit eigener Logik — wird ein klassisches CMS zur Bremse. Dann bauen wir headless oder voll custom: Next.js oder React vorne, eine saubere API und Supabase oder eine eigene Datenschicht dahinter. Type-safe, schnell, beliebig erweiterbar.

Der teuerste Stack ist der, den ihr in zwei Jahren wegwerfen müsst.

Unsere Faustregel

Inhalte im Vordergrund, Redaktion pflegt selbst → CMS. Eigene Logik, Echtzeit, Skalierung → Custom. Und im Zweifel: lieber simpel starten und gezielt erweitern, als von Tag eins gegen die eigene Architektur zu kämpfen. Wir entscheiden nach Projekt, nicht nach Tool-Religion — und sagen offen, wenn das günstigere Tool das richtige ist.

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